Sportfluggruppe Husum e.V. auf Facebook

Geschichte

Die Entwicklung der SFG Husum e. V.

Ende der fünfziger Jahre gab es auf dem NATO – Flugplatz Husum eine kleine Fliegerhorstgruppe, die für diesen Flugplatz zuständig war. Zu ihr gehörten auch Segelflieger wie Oberstleutnant Hans Nebelin, Hauptmann Joachim Becker und Fritz Koal. Dieses Team hatte das Ziel, den Flugplatz an dienstfreien Wochenenden zum Segelfliegen nutzen zu können. Doch es gab damals erst mal eine Menge Probleme zu überwinden: Das Bundeswehrgelände war zu diesem Zeitpunkt für Zivilisten „off limits“. Es gab auch bisher weder von der Bundeswehr, noch vom zivil zuständigen Ministerium für Wirtschaft und Verkehr in Kiel eine Genehmigung zum Segelfliegen für den NATO-Flugplatz. Also wurde erst mal der Kommodore gefragt. Ob der damals „ja“ gesagt hat weiß heute niemand mehr. Jedenfalls bauten die Segelflieger des Geschwaders im Winter 1959/60 eine Schleppwinde und kauften einen Schulgleiter SG 38. Nachdem die Seilwinde erprobt und zugelassen war führte Fritz Koal am 20.08.1960 in Husum den ersten Start mit einem Segelflugzeug aus Schleswig an der neuen Winde in Husum durch. Dieses Datum beschreibt nunmehr denn auch den offiziellen Beginn unserer Sportfliegerei in Husum.

Im Mai/Juni 1961 trafen endlich die erwarteten Richtlinien zur Aufstellung von Luftwaffensportfluggruppen in Husum ein. Am 9.07.1961 unterzeichnete der damalige Kommodore, Oberstleutnant Karl Henze den Geschwaderbefehl Nr. 14/61, in dem die Aufstellung der Luftwaffensportfluggruppe Husum geregelt wurde. Es gab nur noch ein Problem: Der Befehl sah keine Schulung in Husum vor! Nur Scheininhaber durften fliegen! Aber es kam am 13.07.1961 zu einer Vereinbarung mit dem Aero - Club Schleswig, dass Mitglieder aus Husum im Rahmen einer Doppelmitgliedschaft dort doppelsitzig schulen konnten.

Im Februar 1962 ging der Schulgleiter SG 38 bei einer Sturmflut in der Halle, in der er auf seine Reparatur wartete, zu Bruch. Doch die SFG Husum war geboren, mit einem Motorflugzeug vom Typ Elster B und den Segelflugzeugen K 7 und K 8.
Die K 7 und K 8 wurden als Leistungsflugzeuge geflogen. So flogen z.B. Rudi Hilscher und Klaus Dieter Delfs 1975 auf der K 7 jeweils 6 Stunden und 10 Minuten, Eberhard Schlein auf der K 8 1976 sogar 6 Stunden und 40 Minuten.

Die Mannschaften der SFG beteiligten sich an zahlreichen Flugwettbewerben und stellten zweimal den Motorflug – Landesmeister, einmal den Landesmeister der Motorsegler und stelten mehrfach (zuletzt 2009) den Motorflug - Landesmeister.

1978 wurde die Bundeswehrsportfluggruppe Husum zu einem Verein zivilen Rechts umgewandelt und trägt seitdem den Namen „Sportfluggruppe Husum e.V.“ Sie schloss sich dem deutschem Aeroclub (DAeC) an, fusionierte 1982 mit dem Luftsportverein Aeroclub Husum und erhielt hierdurch eine K 8 und den Landeplatz Husum – Schauendahl.

Heute betreibt die SFG Husum e.V. einen kleinen Flugzeugpark, der aus einem Twin Astir, einer Cessna C 172 und zwei Comco C42, eine A- und eine B-Version besteht.

Seit Mitte der 60er werden auch mit großem Erfolg in Husum Privatpiloten ausgebildet, zur Zeit im Motor- und Ultraleichtflug.